Von kleinen und großen Entscheidungen

wandern gehen

Jeder von uns ist in seinem Leben mindestens einmal vor einer Entscheidung gestanden, die ihm schwerfiel. Wir kennen das alle: diese Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, Angst vor Veränderungen, Angst, Risiken einzugehen. Doch genau diese schweren Entscheidungen sind wichtig für uns, um zu wachsen und stärker zu werden. Wir trennen uns von einem alten Weg, von alten Zielen, um einen neuen Weg zu beschreiten. Wir haben immer die Wahl: wir halten an der sicheren Vergangenheit fest oder wählen die ungewisse Zukunft. An der Vergangenheit festzuhalten und gleichzeitig an neuen Träumen und Zielen zu greifen, funktioniert oft nicht. Es funktioniert nur, wenn wir loslassen und uns von unserer Komfortzone und von unseren Sicherheiten trennen. Und um loszulassen, braucht man viel Mut.

Jede Entscheidung ist ok, wenn man selbst mit den Folgen der Entscheidung glücklich ist. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihn glücklich und zufrieden macht.

Jeder von uns hat Phasen, in denen er unglücklich oder unzufrieden ist. Das ist normal. Doch was nicht gesund ist: in diesem Unglück zu verweilen, weil wir Angst vor Neuem haben. Ich möchte hier ein Beispiel nennen: es gibt Menschen, die denken, sie müssten bei ihrer Berufswahl bleiben, nur weil sie sich vor Jahren einmal dafür entschieden haben. Ich habe so lange studiert und habe jahrelange Erfahrung in dem Bereich, ich kann dem ganzen doch nicht den Rücken kehren?! Muss man ja auch nicht, doch was, wenn man unglücklich ist in seinem Job? Mit jeder einzelnen Faser seines Körpers spürt, dass es nicht das richtige für ihn ist?

Sollte man dann dennoch die Entscheidung treffen, in diesem Job zu bleiben und auf die Rente zu warten, nur um endlich wieder glücklich zu werden?

Oder sollte man in diesem Job bleiben und sich nebenbei etwas anderes aufbauen?

Oder sollte man kündigen und völlig neu anfangen?

Egal wie der Weg ausschaut, in jedem Fall muss man sich entscheiden. Denn von alleine wird nichts besser.

Doch wie spüren wir denn, welche Entscheidung für uns richtig ist?

Ich kann dir nur sagen, was mir hilft und womit ich bisher immer richtig gelegen bin: ich habe auf meine Intuition und auf mein Bauchgefühl gehört. Unser Körper sendet uns Signale, sagt uns so deutlich was gut für uns ist und was nicht. Wir spüren entweder diese Wärme und dieses Kribbeln in uns oder aber unsere Muskeln verspannen sich, vielleicht zittern wir sogar, weil die Angst in uns immer größer wird, wenn wir an diese eine Sache denken. Unser Atem ändert sich auch in jedem dieser beiden Fälle.

In der Meditation gibt es eine ganz besondere Technik, die uns dabei hilft, intensiver zu spüren was richtig für uns ist: die Fragemeditation. Wenn ich vor einer wichtigen Entscheidung stehe, meditiere ich noch öfter als sonst. Vor jeder Meditation stelle ich eine Frage in Bezug auf meiner Entscheidung, wie zum Beispiel: was ist möglich, das ich noch nicht in Betracht gezogen habe? Und ich schließe die Augen und meditiere. Lasse los und suche nicht verkrampft nach Antworten, sondern fokussiere mich auf meinen Atem.

Es ist dir überlassen, welche Frage du stellst. Es gibt sogenannte Entscheidungsfragen „Soll ich den gut bezahlten Job kündigen und stattdessen für ein geringes Gehalt die Stelle annehmen, die mir Freude bereitet?“ Bei Entscheidungsfragen kommt man sehr oft nicht weiter, wenn man den Verstand benutzt. Unser Verstand will sich nach den altbekannten Mustern und den von der Gesellschaft geprägten Vorstellungen entscheiden. Lassen wir unseren Verstand reden, gehen wir aber in uns und meditieren, werden wir vielleicht auf andere Antworten stoßen. Auf Antworten, die bereits seit langer Zeit in unserem Unterbewusstsein schlummerten. Wichtig ist, unsere Gefühle wahrzunehmen. Nimm Gedanken und Gefühle und körperliche Reaktionen wahr. Spürst du irgendwo einen Druck im Körper? Oder fühlt sich alles leicht an oder doch schwer?

Dann gibt es sogenannte Sinnfragen: Wer bin ich? Warum ist…? Etc. Es geht nicht darum, über deine Frage nachzudenken und mit dem Verstand unbedingt nach einer Antwort zu suchen. Es geht darum zu erkennen, welche deiner Gedanken wie Wolken vorbeiziehen, während andere immer wieder erscheinen oder sogar bleiben.

Die Fragemeditation ist eine wunderbare Technik. Du spürst schon während der Meditation eine Energie in dir. Und diese Energie ist deine Antwort. Sie lässt dich spüren was richtig ist für DICH.

Egal, welche Entscheidung du triffst, nur triff sie. Halte an nichts im Leben fest, das dich unglücklich macht oder dich runter zieht. In dir drinnen liegen all die Antworten, die du suchst. Geh in dich und stell deine Fragen und du wirst deine Antworten erhalten.


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6 Kommentare

  1. Nele sagt:

    Wieder so ein schöner und inspirierender Text meine Liebe. Ich gebe dir zu 1000 % Recht.

  2. Fari sagt:

    Danke Dani 😊❤️

  3. Niedereder Annemarie sagt:

    Danke liebe Fari, die Technik der Fragemeditation war mir bis jetzt noch nicht bekannt. Wieder etwas neues gelernt! Super!

  4. Fari sagt:

    Liebe Annemarie, sehr gerne, das freut mich! 😊❤️

  5. Iane sagt:

    Oh JA, schmeißen wir den Verstand weg und gehen wir stattdessen ganz tief in uns hinein.
    Alles steckt in uns. Wir können alles er-spüren! Denn wir wissen alles, nur haben wir verlernt, dieses unser Wissen anzuzapfen. <3

  6. Fari sagt:

    Liebe Iane, ja genauso ist es! 🙂 Freu mich sehr über deinen Kommentar! Ganz Liebe Grüße, Fari

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