Gelassener werden: 10 Tipps, um in jeder Situation Ruhe zu bewahren

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Wie kann man dauerhaft gelassener werden, in einer Welt voller Stress und Hektik? Viel zu oft machen wir uns selbst unnötig Stress oder geraten in Panik und verurteilen uns selbst dafür, wenn etwas nicht so läuft wie wir uns es vorstellen. Wir hupen und werden ungeduldig, wenn der Autofahrer vor uns sich nicht korrekt verhält. Wir lassen im Büro, bei der Familie, bei Freunden, bei Nachbarn oder beim Bäcker mal richtig Dampf ab. Wir ärgern uns darüber, wenn sich Menschen anders verhalten als wir uns gedacht haben oder wir uns wünschen würden. Wir sind überlastet, weil unser To-Do-Listen immer länger und länger werden. Wir denken, wir müssten multitaskingfähig sein, das sind ja heutzutage immerhin alle irgendwie, oder? Wir sind eifersüchtig, haben Angst vor diversen Dingen, vergleichen uns mit anderen Menschen, haben vielleicht Schuldgefühle. Wir machen uns ständig Sorgen wegen dies und das, sind in vielen Situationen ungeduldig, legen zu viel oder zu großen Wert auf die Meinung anderer Menschen. Obendrein wollen wir perfekt sein und alles perfekt machen.

Jeder von uns hat sie: diese Situationen, in denen wir nicht unbedingt gelassen sind. Im Nachhinein kommen wir drauf, dass wir an unserer Gelassenheit unbedingt arbeiten sollten, doch dann passiert wieder irgendetwas und wir verspüren wieder diese innere Unruhe in uns. Gelassenheit kann eine echte Herausforderung sein.

Ich persönlich merke, dass sich die Situationen in meinem Leben, in denen ich nicht gelassen bin, sehr ähneln. Dinge, bei denen andere Menschen sofort aus der Haut fahren würden, berühren mich in keinster Weise, während es wiederum bei mir Dinge gibt, die meine Gelassenheit fordern, die meine Freunde nicht verstehen. Wir sind eben alle unterschiedlich.

Reflektieren wir die Situationen, in denen wir ausrasten, merken wir schnell, dass es einen wichtigen Schlüssel zur Gelassenheit gibt:

Wir selbst sind der Schlüssel.

Nur wir selbst können entscheiden, ob wir ausrasten, Dampf ablassen (…). Tun wir es, geben wir somit einem anderen Menschen die Macht über uns und unsere Gefühle. Und das will keiner von uns wirklich.

Hier deswegen 10 Tipps, um gelassener zu werden und in jeder Situation Ruhe zu bewahren

1. Konzentrier dich auf deinen Atem

Geraten wir unter Druck, wird unser Atem schneller. Das signalisiert unserem Körper Gefahr, Angst und auch Anspannung. Bewusst ein- und auszuatmen hilft enorm. Dein Atem wird langsamer, dein Körper entspannt sich.

 Vielleicht magst du ja auch beginnen, zu meditieren? Wer meditiert, wird innerlich ruhiger, gelassener und schärft seine Selbstwahrnehmung. Es hilft, gelassener mit körperlichen Erkrankungen, Schmerzen, Angst und Panikattacken und Stress umzugehen.

Ich habe einen Meditations-Guide für Anfänger kreiert, der eignet sich für jeden, der nicht genau weiß wie man mit dem Meditieren anfangen soll. Hier geht’s zum Guide.

2. Es liegt nicht in deiner Macht

Vieles liegt nicht in unserer Macht, auch wenn wir es manchmal glauben. Wenn wir uns genau das bewusst machen, stellt sich bei uns Entspannung ein und wir werden gelassener.

3. Wer weiß, wozu das gut ist?

Ich möchte dir die Geschichte vom Bauern und seinem Pferd erzählen.

„Ein Bauer hatte ein Pferd, eines Tages lief dieses Pferd aber fort und der Bauer und sein Sohn mussten ihre Felder selbst pflügen. Die Nachbarn sagten: “Was für ein Pech, dass euer Pferd weggelaufen ist!”. Aber der Bauer antwortete: “Wir werden sehen.“

Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde anderer Pferde mit. “So viel Glück!” riefen die Nachbarn, aber der Bauer sagte: “Wir werden sehen.“

Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern, eines der Pferde zu reiten – aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. “Oh, so ein Pech!” Die Nachbarn hatten Mitleid, aber der Bauer sagte wieder: “Wir werden sehen.“

Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein, um in die Schlacht zu ziehen. Aber den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause: “Was für ein Glück, dass dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss!” freuten sich die Nachbarn. Aber der Bauer bemerkte nur: “Wir werden sehen.“
(Quelle: Unbekannt)

Ich finde, anhand dieser Geschichte können wir so schön sehen, dass im ersten Moment etwas vielleicht als Nachteil erscheint, doch langfristig gesehen kann es sich auch als großes Glück herausstellen.

4. Es kommt wie es kommen soll

Darauf zu vertrauen, dass im Leben alles einen Sinn und Grund hat, kann einem gelassener stimmen.

5.  Auch das wird irgendwann vorbeigehen

Wir Menschen glauben oft, wir sind unsterblich. Doch die Wahrheit ist: nichts und niemand in diesem Leben ist für die Ewigkeit. Die schlimmen Dinge, die passieren, gehen irgendwann vorüber. Auch die schönen Dinge gehen irgendwann vorüber. Und auch unser Leben ist irgendwann vorbei. Bringen wir uns in schwierigen Situationen genau dies bewusst vor Augen, leider wir weniger und gehen gelassener durchs Leben.

6.  Es gibt Schlimmeres

Es passieren tagtäglich so viele schlimme Sachen auf dieser Welt. Es gibt so viel Elend. Wenn dich Sorgen quälen, denk daran, dass es auf dieser Welt so viel Schlimmeres gibt, was dir erspart bleibt. Dankbarkeit zu empfinden, kann uns auf jeden Fall zu mehr Gelassenheit verhelfen.

7.  Lass los

Wenn du Träume, Ziele, Sehnsüchte hast, dann schreib sie auf, arbeite hart darauf hin, aber irgendwann kommt der Punkt, wo du loslassen musst. Sei nicht fixiert auf das Ergebnis. Erfreue dich jedes einzelnen Schrittes auf deinem Weg zu diesem Ziel.

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8. Was will mir das Leben damit sagen?

Alles, was im Leben passiert, ob gut oder schlecht, ist eine große Chance zu wachsen. Jeder Rückschlag, jede schmerzhafte Erfahrung hilft dir stärker zu werden.

9.  Das Leben geht weiter

Das Leben geht immer weiter, in jedem Fall. Auch, wenn wir schlimme Erfahrungen machen müssen oder sogar, wenn uns geliebte Menschen verlassen. Zu Beginn erscheint alles hart, ist es oft auch, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem wir lernen müssen loszulassen und nach vorne zu schauen.

10.  Humor

Nehmen wir uns und das Leben zu ernst, entstehen erst recht Probleme. So denk ich zumindest. Wir kreiern nämlich dadurch automatisch Erwartungen und Abhängigkeiten, die unbedingt erfüllt werden müssen.

Humor und Lachen sorgen für Muskelentspannung und unsere Glückshormone werden ausgeschüttet, was wiederum zu einer Reduktion von Stress führt.

Menschen, die gelassener sind, haben eindeutig mehr vom Leben. Findest du nicht?
Das Leben ist viel kurz und was wir daraus machen, hängt nur von uns selbst ab.

Hast du einen besonderen Trick wie man es schafft, gelassener im Alltag zu werden? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

4 Kommentare

  1. Iane sagt:

    Deine Tipps sind wieder mal toll – danke! Und wir sind uns wieder mal „einig“: Das Atmen ist einfach eine wunderbare Sache…. hab ja letzthin auch gerade über das Thema „Stress“ geschrieben 😉 http://www.gesunde-erbsen.com/stress – falls ich hier (m)einen Link reinstellen darf; wenn nicht, mach ich auch keinen Stress 😀
    Alles Liebe und ganz viel Gemütlichkeit!

  2. Fari sagt:

    Danke liebe Iane! Na klar darfst du, hab den Artikel bereits gelesen. Hat mir auch super gut gefallen!:) Alles Liebe, Fari

  3. Iane sagt:

    :*

  4. Annemarie Niedereder sagt:

    Liebe Fari, irgendwie hab ich diese Gedanken alle im Herzen, aber man vergisst es immer wieder. Danke , dass du mir so vieles erneut bewusst gemacht hast! Vor 25 Jahren haben wir unser Haus gekauft. Unser Garten schattig und von Mauern umgeben. Ach hätt ich nur einen Garten an der schönen Steyr!
    Seit dem katastrophalen Hochwasser 2002 bin ich dankbar für mein Hochwasser sicheres Haus.
    Ach hätte ich doch mehr Sonne im Garten! Seit den letzten paar Jahren freue ich mich immer mehr über die Möglichkeit im Schatten zu entspannen und ich habe viele blühende Pflanzen gefunden die ein Schattenparadies daraus gemacht haben. Jeden Morgen bin ich dafür dankbar wenn ich aus dem Badezimmerfenster auf meine kleine Oase blicke! Liebe Grüße Annemarie

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