Bist du Burnout gefährdet?

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Bist du Burnout gefährdet, ist dir das oft nicht bewusst. Du spürst, dass irgendetwas mit dir nicht stimmt, aber du denkst dir: das wird schon vorbeigehen, sagt eine Bekannte zu mir, als sie sieht, dass ich Bücher über Stress und Burnout lese. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Meditationslehrerin und Achtsamkeitstrainerin setze ich mich sehr viel mit diesen Themen auseinander und lese viel darüber, vor allem auch welche positiven Wirkungen Meditation und Achtsamkeit auf Menschen hat, die sehr viel Stress haben oder sogar unter einem Burnout leiden.

Heute möchte ich dir einen kurzen Einblick in dieses sehr sensible Thema geben – einem Thema, das in der heutigen Zeit leider sehr, sehr viele Menschen betrifft.

Für Burnout gibt es keine einheitliche Definition. Manche Wissenschaftler sagen sogar, es gäbe Burnout gar nicht. Manch andere beschreiben es als physische und seelische Erschöpfung.

Mangel an positiven Emotionen, Sinnlosigkeit, zu viele und zu schwere Aufgaben, das Gefühl, die Arbeitsmenge einfach nicht mehr bewältigen zu können,  (…), können einige Auslöser sein. Zu Beginn denkt man sich noch: das ist nur eine Phase, und wie meine Bekannte oben gesagt hat „das wird schon vorbei gehen“, doch man darf die Anzeichen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bei Burnout handelt es sich um einen schleichenden Prozess. Über einen längeren Zeitraum bist du immer wieder einmal erschöpft, machst dir keine großen Gedanken darüber, weil es doch normal sei müde zu sein von der Arbeit. Doch je länger es andauert, desto schlimmer wird es. Im Laufe der Zeit kommt es sogar soweit, dass du nach der Arbeit nach Hause kommst und gar nichts mehr in deinem Leben unternimmst, weil es eben einfach nicht mehr geht. Du hast keine Energie; bist ratlos, weißt nicht was du tun sollst; kannst nicht mehr schlafen; entdeckst immer mehr Fehler in deiner Arbeit, die du eigentlich gut beherrschst und im Normalfall ohne Fehler machst. Du hast plötzlich ständig starke Kopfschmerzen und Magenbeschwerden; bist reizbar oder vielleicht sogar aggressiv; bist anfällig für Infekte aller Art; es kommen Depressionen, Angstgefühle bis hin zu Panikattacken hinzu. Nicht selten stellt sich ein Gefühl der Leere ein.

Freunde und Familie raten dir: such einen neuen Job (oder was auch immer der Grund für das Burnout ist), doch du kannst nicht. Es geht einfach nicht. Du schaffst es nicht, Stellenausschreibungen zu lesen, Bewerbungen auszuschicken, zu Vorstellungsgesprächen zu gehen.

Bist du zu lange einen Weg gegangen, der dir nicht guttut?

Auch, wenn es anfangs nicht so scheint, Burnout kann auch was Gutes haben. Bist du zu lange einen Weg gegangen, der dir nicht guttut, ist ein Burnout so etwas wie eine letzte und eindringliche Warnung: mach endlich Pause! Nimm dir eine Auszeit! Du musst jetzt sofort etwas an deinem Leben ändern, sonst fährst du deine Gesundheit völlig gegen die Wand!

Zu lernen, das Leben wieder zu genießen. Auszeiten zu schaffen. Viel und lange schlafen. Und sobald ein klarer Gedanke gefasst werden kann, unbedingt die Lebensbedingungen überprüfen und die Rahmenbedingungen, aus denen das Burnout entstand, ändern. Eine berufliche Neuorientierung, ein Jobwechsel, ein funktionierendes soziales Netzwerk, Trennung vom Partner (…)  – das ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich.

Meditation und Achtsamkeit

Studien haben bestätigt: Meditation hilft die eigene Mitte wieder zu finden. Sie wirkt sich extrem positiv auf die Psyche aus, hilft Stück für Stück sich besser zu fühlen und einen Weg aus dem Burnout zu finden.

Wichtig zu erwähnen ist: auf eine medizinische Behandlung sollte nicht verzichtet werden. Unterstützend zur verordneten ärztlichen Therapie kann Meditation allerdings bedenkenlos durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch die Regelmäßigkeit. Nur wer regelmäßig meditiert, wird Besserungen verspüren.

2 Kommentare

  1. Nele sagt:

    Ein sehr wichtiges Thema, ich hatte selbst einmal Anzeichen von Burnout und war ein paar Wochen krank geschrieben. Toller Bericht💙

  2. Fari sagt:

    Danke dir, liebe Dani! 🙂 Ja das ist ein wirklich wichtiges Thema und von vielen leider oft als zu unwichtig eingestuft. Liebe Grüße, Fari

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